Was ist der APY (Annual Percentage Yield)?
Der APY (Annual Percentage Yield) ist der jährliche Zinssatz, der den Effekt der Zinseszinsen berücksichtigt. Er ist die aussagekräftigste Kennzahl zum Vergleich von Sparprodukten, da er widerspiegelt, wie viel Sie tatsächlich in einem Jahr verdienen werden.
APY vs. TIN vs. TAE – was ist der Unterschied?
- TIN (Nominalzinssatz): Der Basiszinssatz ohne Zinskapitalisierung. Wenn eine Einlage einen jährlichen TIN von 3 % bietet, die Zinsen jedoch monatlich ausgezahlt werden, beträgt der TIN zwar 3 %, der tatsächliche APY/TAE liegt jedoch etwas höher.
- TAE (Tasa Anual Equivalente): Das europäische Äquivalent zum APY. Es berücksichtigt den Zinseszinseffekt und die Gebühren. In Spanien und der EU sind Banken verpflichtet, den TAE anzugeben.
- APY (Annual Percentage Yield): Der angelsächsische Begriff, der dem TAE entspricht. Wird hauptsächlich in den USA und auf internationalen Plattformen verwendet.
Wie berechnet sich der APY?
Die Formel für den APY lautet:
APY = (1 + r/n)^n − 1
Dabei ist r der nominale Jahreszinssatz und n die Anzahl der Kapitalisierungsperioden pro Jahr.
Praxisbeispiel: Eine Einlage mit einem monatlichen Nominalzins von 3 % ergibt:
APY = (1 + 0,03/12)^12 − 1 = 3,04 %
Je häufiger die Verzinsung erfolgt, desto größer ist die Differenz zwischen Nominalzins und APY.
Warum verwendet APYData den APY?
Bei APYData zeigen wir den APY/TAE an, da er einen fairen Vergleich von Produkten ermöglicht, unabhängig von deren Verzinsungshäufigkeit. Ein Festgeldkonto mit monatlichen Auszahlungen lässt sich nicht direkt mit einem mit jährlicher Auszahlung anhand des Nominalzinssatzes vergleichen – wohl aber anhand des APY.
Fälle, in denen der höhere APY nicht immer besser ist
- Festgeldanlagen: Je länger die Laufzeit, desto höher in der Regel der APY, aber ohne Zugriff auf das Geld.
- Konten mit Bedingungen: Ein APY von 5 % kann die Einrichtung eines Gehaltskontos, die Nutzung einer Karte X-mal im Monat usw. erfordern.
- Einlagensicherung: Ein APY von 8 % bei Kryptowährungen bietet nicht die gleiche Sicherheit wie 3 % mit einer Einlagensicherung (FGD) von 100.000 €.
→ Vergleiche die APY aller Produkte auf APYData
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen APY und TAE?
Konzeptionell sind sie gleichbedeutend: Beide drücken die jährliche Rendite einschließlich des Zinseszinseffekts aus. TAE ist der in Spanien und der EU verwendete Begriff; APY ist der angelsächsische Begriff. Bei APYData verwenden wir APY und TAE synonym.
Bedeutet ein höherer APY immer mehr Geld?
Nicht unbedingt. Ein höherer APY kann mit einer längeren Laufzeit (ohne Zugriff auf das Geld), Nutzungsbedingungen (Gehaltsüberweisung, Kartennutzung) oder einer geringeren Einlagensicherung einhergehen. Man muss den APY zusammen mit all diesen Faktoren bewerten.
Wie berechne ich, wie viel ich mit einer Einlage zu 3 % APY verdiene?
Multipliziere das Kapital mit dem APY. Bei 10.000 € zu 3 % APY über ein Jahr verdienst du etwa 300 € brutto (vor Abzug der 19-prozentigen Quellensteuer in Spanien). Bei 1.000 € würdest du 30 € brutto verdienen.
Ändert sich der APY bei flexiblen Konten im Laufe der Zeit?
Ja. Bei Sichtkonten (ohne feste Laufzeit) kann die Bank den APY nach eigenem Ermessen ändern. Bei Festgeldkonten ist der APY während der gesamten Vertragslaufzeit garantiert.
Was passiert, wenn die Bank die Zinsen monatlich auszahlt?
Wenn die Zinsen monatlich ausgezahlt und nicht reinvestiert werden, entspricht der effektive APY dem Nominalzins (TIN). Der Zinseszins kommt nur zum Tragen, wenn die Zinsen automatisch in dasselbe Produkt reinvestiert werden.