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Was ist der Einlagensicherungsfonds (FGD)? Umfassender Leitfaden 2026

Umfassender Leitfaden zum spanischen Einlagensicherungsfonds (FGD): Was deckt er ab, wie hoch ist die Deckungssumme (100.000 €), welche Banken sind angeschlossen und wie funktioniert er, wenn Ihre Bank insolvent wird?

Was ist der Einlagensicherungsfonds (FGD)?

Der Einlagensicherungsfonds für Kreditinstitute (FGD) ist der staatliche Mechanismus, der das Geld spanischer Sparer im Falle einer Bankinsolvenz schützt. Er unterliegt dem Königlichen Gesetzesdekret 16/2011 und wird von der Banco de España beaufsichtigt.

Wie hoch ist die Deckungssumme?

Der FGD garantiert bis zu 100.000 € pro Einleger und pro Kreditinstitut. Das bedeutet:

  • Wenn du 100.000 € bei Bank A und 100.000 € bei Bank B hast → sind beide Beträge abgesichert
  • Wenn du 150.000 € bei einer einzigen Bank hast → sind nur die ersten 100.000 € abgesichert
  • Wenn es sich um ein Gemeinschaftskonto handelt (zwei Kontoinhaber) → hat jeder Kontoinhaber seine eigene Obergrenze von 100.000 €

Welche Konten sind geschützt?

Der Einlagensicherungsfonds deckt folgende Produkte ab:

  • ✅ Giro- und Sparkonten
  • ✅ Festgeldkonten
  • ✅ Verzinsliche Konten
  • ✅ Von Kreditinstituten ausgestellte Reiseschecks

Nicht abgedeckt sind:

  • ❌ Investmentfonds und ETFs
  • ❌ Aktien und Anleihen
  • ❌ Altersvorsorgepläne
  • ❌ Lebens- und Sparversicherungen
  • ❌ Kryptowährungen

Welche Banken sind dem FGD angeschlossen?

Alle Banken mit spanischer Lizenz sind verpflichtet, dem FGD anzugehören. Dazu gehören Institute wie BBVA, Santander, CaixaBank, Bankinter, ING España, Openbank, MyInvestor sowie Neobanken mit spanischer Lizenz wie B100.

Wichtig: Europäische Banken, die in Spanien im Rahmen des EU-Passes tätig sind (wie Renault Bank, Revolut oder Trade Republic), sind durch den Einlagensicherungsfonds ihres Herkunftslandes abgesichert, nicht durch den spanischen FGD. Zum Beispiel:

  • Renault Bank → französischer Einlagensicherungsfonds (FGDR), bis zu 100.000 €
  • Trade Republic → Deutscher Fonds (EdB), bis zu 100.000 €
  • Revolut → Litauischer Einlagensicherungsfonds, bis zu 100.000 €

Was passiert, wenn meine Bank insolvent wird?

Wenn ein dem FGD angeschlossenes Institut insolvent wird oder in Abwicklung geht, hat der FGD eine Frist von 7 Werktagen, um die garantierten Einlagen zurückzuzahlen (ab 2024, verkürzt von 20 Tagen). Der Vorgang läuft automatisch ab: Du musst keinen Antrag stellen, der FGD meldet sich bei dir.

Wie finanziert sich der Einlagensicherungsfonds (FGD)?

Die angeschlossenen Banken leisten jährliche Beiträge, die sich nach dem Volumen der garantierten Einlagen und ihrem Risikoprofil richten. Der Fonds unterhält eine Reserve, die bei Unzulänglichkeit außerordentliche Beiträge oder staatliche Finanzhilfen beantragen kann.

Zusätzliche Obergrenzen in besonderen Situationen

In bestimmten Fällen gelten vorübergehend erhöhte Deckungsgrenzen (bis zu 200.000 € oder mehr):

  • Erlöse aus dem Verkauf des Hauptwohnsitzes (in den letzten 12 Monaten)
  • Abfindungen bei Kündigung
  • Invaliditäts- oder Altersrenten
  • Versicherungsleistungen oder Personenschäden

Dieser zusätzliche Schutz gilt für maximal 3 Monate ab Eingang der Mittel.

Das europäische System: EDIS

Auf europäischer Ebene arbeiten die EU-Länder an einem einheitlichen Einlagensicherungssystem (EDIS – European Deposit Insurance Scheme). Solange dieses noch nicht vollständig umgesetzt ist, unterhält jeder Mitgliedstaat seinen eigenen nationalen Fonds, der jeweils eine Mindestdeckung von 100.000 € pro Einleger gewährleistet.

Bin ich bei Trade Republic, Revolut und anderen Fintechs sicher?

Ja, sofern der Einlagensicherungsfonds des Herkunftslandes des Anbieters in Kraft ist und dieser Mitglied der EU/des EWR ist. Bei APYData geben wir bei jedem Produkt an, welcher Einlagensicherungsfonds gilt und welcher Betrag abgesichert ist.

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Häufig gestellte Fragen

Ist mein Geld bei Trade Republic durch den spanischen Einlagensicherungsfonds (FGD) abgesichert?

Nein. Trade Republic verfügt über eine deutsche Banklizenz und ist durch den deutschen Einlagensicherungsfonds (EdB) abgesichert, nicht durch den spanischen Einlagensicherungsfonds (FGD). Die Deckung beträgt ebenfalls bis zu 100.000 € pro Einleger.

Was passiert, wenn ich mehr als 100.000 € auf dem Konto habe?

Nur die ersten 100.000 € sind durch den Einlagensicherungsfonds (FGD) abgesichert. Der Betrag, der diese Grenze überschreitet, ist nicht abgesichert und könnte im Falle einer Insolvenz verloren gehen. Um mehr Kapital zu schützen, verteilen Sie es auf mehrere Institute.

Sind Investmentfonds durch den FGD abgesichert?

Nein. Investmentfonds, ETFs, Aktien und Anleihen fallen nicht in den Geltungsbereich des FGD. Nur Bankeinlagen (Girokonten, Sparkonten, Festgeldkonten) sind abgesichert.

Wie lange dauert es, bis der FGD das Geld zurückzahlt, wenn eine Bank insolvent wird?

Ab 2024 beträgt die maximale Frist 7 Werktage. Der Vorgang läuft automatisch ab: Du musst die Rückzahlung nicht beantragen, der FGD setzt sich direkt mit dir in Verbindung.

Sind Revolut-Konten abgesichert?

Revolut verfügt über eine litauische Banklizenz. Die Einlagen sind durch den litauischen Einlagensicherungsfonds abgesichert, ebenfalls bis zu 100.000 € pro Einleger. Das Guthaben auf E-Geld-Konten (Revolut ohne Bank-Upgrade) ist jedoch weder durch den FGD noch durch einen anderen Einlagensicherungsfonds geschützt.